Bereits im Jahre 1541 legten die spanischen Conquistadores die ersten Rebberge an. Trotz dieser langen Tradition gehört Chile zu den Newcomern der internationalen Weinszene. Zwischen dem Pazifik, den Anden und der Atacama-Wüste im Norden liegt das Land ziemlich isoliert von den Nachbarstaaten. Die im Weinbau so gefürchtete Reblaus konnte hierher nicht vordringen, was es den Winzern ermöglicht, wurzelechte Reben zu pflanzen.
Durch den Pazifikeinfluss herrscht in den chilenischen Weinbauregionen ein gemässigtes mediterranes Klima vor. Da im Sommer kaum Regen fällt, werden die Reben während dieser Jahreszeit mit mineralreichem Schmelzwasser der Anden bewässert. Die Voraussetzung für den qualitätsbewussten Weinbau sind hier als optimal zu bezeichnen. Dies erkannten in den letzten Jahren auch zahlreiche ausländische Investoren. Viele investierten direkt oder gingen sogenannte "Jonit-Ventures" mit chilenischen Erzeugern ein. Heute verfügt Chile über eine Weinwirtschaft, die topmodern ausgestattet ist und nach neuesten Kenntnissen ihre Weine vinifiziert.