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 OLIVENÖL
Puglia
Olio Extravergine aromatico

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MEDIZINISCHE ASPEKTE

Olivenöl, die neu entdeckte Medizin der Antike

Die gesundheitlichen Wirkungen von Olivenöl wurden in jüngster Vergangenheit neu entdeckt und auch wissenschaftlich erforscht. Dabei steht man erst am Anfang. Niemand kann genau sagen, welche der über tausend aktiven biologischen Wirkstoffe im Detail was bewirken.

Mit Sicherheit sind es drei Bestandteile der Olive, die gesundheitlich von höchster Bedeutung sind:

1. Die Ölsäuren
Rund ein Viertel des Fruchtfleisches einer Olive besteht aus Ölsäuren:
– 76% einfach ungesättigte Ölsäuren
– 8% mehrfach ungesättigte Ölsäuren
– 16% gesättigte Ölsäuren

Lange wurde Olivenöl gegenüber Sonnenblumen-, Rapps- oder Distelöl vernachlässigt. Dies vor allem durch den kleinen Anteil mehrfach ungesättigter Ölsäuren. Neue Erkenntnisse machen deutlich: Es sind die einfach ungesättigten Fettsäuren, die für die Schutzwirkung auf die Blutgefässe verantwortlich sind.
Olivenöl ist das einzige Öl, das eine Senkung des schädlichen LDL-Cholesterins bewirkt und dabei gleichzeitig das wertvolle HDL-Cholesterin erhöht. Sonnenblumenöl z.B. senkt ebenfalls das LDL-Cholesterin, im gleichen Zuge aber sinkt das nützliche HDL-Cholesterin mit.

2. Die Polyphenole
Das Fruchtfleisch der Olive ist reich an Polyphenolen, wobei der Gehalt zwischen 15 und 800 mg/l schwanken kann.
Polyphenole (auch reichlich im Rotwein vorhanden) sind antioxidativ wirksame biologische Substanzen, die den Körper vor der schädlichen Wirkung von Sauerstoffradikalen schützen. Sie verhindern die Oxydation des LDL-Cholesterins und schützen damit vor der Entstehung und vor dem Weiterschreiten der Arterienverkalkung (Arteriosklerose).
Generell wirken antioxidative Substanzen, wie Poliyphenole, schützend auf die Zellen des Körpers und verzögern so den Alterungsprozess.

3. Das Vitamin E
Olivenöl enthält zwischen 12 und 400 mg/l Vitamin E (Alpha-Tocopherol). Vitamin E schützt als antioxidatives Vitamin vor Arteriosklerose.
Im Norden Europas haben die Menschen relativ wenig Vitamin E im Blut. Sie sterben häufiger an Herzinfarkt als die Menschen im südlichen Europa, mit hohem Vitamin E-Gehalt im Blut. Vitamin E und C sind u.a. wichtige Komponenten der mediterranen Ernährung, welche möglicherweise auch vor Krebserkrankungen schützt.

Der Gehalt an Polyphenolen und Vitamin E kann von Olivenöl zu Olivenöl stark schwanken. Entscheidend ist die Qualität des Olivenöls: Die Wahl der Oliven, die Art wie sie geerntet und verarbeitet werden.

Wissenschaftlich kaum erforscht ist der Einfluss des Olivenöls auf Lebenslust und Lebensfreude. Dies ist aber auch gar nicht nötig: Der betörende Geschmack eines erstklassigen Olivenöls, der sich harmonisch mit dem Geruch einer frischen Tomate, eines feinen Käses oder mit würzigem dunklem Brot verbindet, spricht für sich selbst.




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